Fragen und Antworten

Welche Speichermedien können grundsätzlich analysiert werden?

Typisch sind HDD/SSD, USB-Sticks, Speicherkarten, Smartphones sowie NAS/RAID-Systeme. Welche Verfahren sinnvoll sind, hängt vom Datenträger, vom Fehlerbild (logisch/elektronisch/mechanisch) und von möglichen Voraktionen ab. Eine belastbare Einordnung erfolgt nach technischer Analyse.

Gibt es eine feste Erfolgsquote?

Nein – eine seriöse Erfolgsquote lässt sich ohne Analyse nicht nennen. Erfolgsaussichten hängen u. a. von Defektklasse, Überschreibung, Verschlüsselung, Datenträgerzustand und weiteren Startversuchen ab. Nach der Analyse erhalten Sie eine nachvollziehbare Einschätzung, welche Wiederherstellungsoptionen realistisch sind.

Wie setzen sich die Kosten zusammen?

Kosten ergeben sich erst nach Analyse aus Datenträger, Fehlerbild und technischem Aufwand. Vor Beginn der Wiederherstellung erhalten Sie eine klare Kosteninformation auf Basis des Befunds. Sie entscheiden erst danach, ob die Datenrettung durchgeführt wird.

Wie lange dauert eine Datenrettung?

Die Dauer hängt vom Fehlerbild und der Lesbarkeit des Datenträgers ab. Bei stabilen Datenträgern sind Schritte schneller möglich; bei Lesefehlern, instabilen Medien oder mechanischen Schäden kann Imaging deutlich länger dauern. Eine realistische Einschätzung ist erst nach Eingangsanalyse möglich.

Kann eine SSD immer gerettet werden?

Nicht immer – SSD-Rettung hängt stark von Controller, Firmware und dem Zustand der Speicherzellen ab. Bei manchen Defekten ist ein kontrolliertes Auslesen möglich, in anderen Fällen begrenzen Verschlüsselung, Wear-Leveling oder physische Schäden die Rekonstruktion. Die Analyse klärt, was technisch realistisch ist.

Was soll ich tun, wenn eine Festplatte ungewöhnliche Geräusche macht?

Gerät ausschalten und keine weiteren Startversuche durchführen. Geräusche (z. B. Klicken) können auf mechanische Schäden hinweisen. Weitere Zugriffe können Folgeschäden verursachen. Für die sichere Einordnung ist eine Analyse unter kontrollierten Bedingungen sinnvoll.

Was bedeutet „Keine Daten – keine Rettungskosten“?

Wenn keine verwertbaren Daten wiederhergestellt werden können, entstehen keine Rettungskosten. Die Entscheidung über die Durchführung erfolgt nach der Analyse und Ihrer Freigabe. Grundlage ist die Einordnung, ob und welche Daten technisch bereitgestellt werden können.

Können gelöschte Daten wiederhergestellt werden?

Oft ja – sofern die Datenbereiche nicht überschrieben wurden. Ob eine Rekonstruktion möglich ist, hängt von Nutzung nach dem Löschen, TRIM bei SSDs, Dateisystem und Datenträgerzustand ab. Wichtig ist, das Medium nicht weiter zu verwenden, um Überschreibungen zu vermeiden.

Was tun bei Flüssigkeits- oder Wasserschaden?

Gerät nicht einschalten und keine Trocknungs- oder Ladeversuche durchführen. Korrosion und Kurzschlüsse können sich verschärfen. Für eine Einordnung ist eine kontrollierte Prüfung sinnvoll; Maßnahmen hängen vom Medium und vom Grad des Schadens ab.

Wie wird mit vertraulichen Daten umgegangen?

Zugriff erfolgt zweckgebunden und nur soweit es für Analyse, Rekonstruktion und Plausibilitätsprüfung erforderlich ist. Verarbeitung und Aufbewahrung erfolgen entlang definierter Abläufe und unter Berücksichtigung der geltenden Datenschutzanforderungen.

Kann ein RAID-Verbund auch bei mehreren Ausfällen rekonstruiert werden?

Das ist möglich, hängt aber stark von RAID-Level, Zustand der Datenträger und Voraktionen ab. Rebuilds, Initialisierungen oder Controller-Wechsel können die Rekonstruktion erschweren. Die Analyse klärt, ob und in welchem Umfang eine strukturtreue Rekonstruktion realistisch ist.

Was passiert, wenn die Wiederherstellung nicht möglich ist?

Wenn keine verwertbaren Daten bereitgestellt werden können, entstehen keine Rettungskosten. Sie erhalten eine nachvollziehbare Einordnung, warum eine Rekonstruktion technisch nicht möglich ist (z. B. Überschreibung, physisch nicht mehr auslesbare Bereiche).

Wie gebe ich den Datenträger ab?

Direkt in einer Hartlauer-Filiale. Dort wird der Datenträger entgegengenommen und für die Weiterleitung vorbereitet. Die technische Analyse und Datenrettung erfolgen im Speziallabor. Vorab können Sie Eckdaten über Formular oder telefonisch übermitteln.

Können Daten von defekten USB-Sticks gerettet werden?

Je nach Defekt ja. Bei logischen Problemen ist eine Rekonstruktion oft möglich; bei physischem Schaden kann ein Chip-Auslesen erforderlich sein. Welche Methode sinnvoll ist, ergibt sich aus der Analyse.

Was bedeutet Express-Datenrettung?

Express bedeutet priorisierte Laborplanung. Analyse und Sicherung starten früher, sobald der Datenträger im Speziallabor ist. Das ändert nicht die technischen Grenzen eines Defekts, kann aber Wartezeiten reduzieren. Zusatzkosten ergeben sich je nach vereinbartem Zeitfenster; Details werden nach Analyse transparent dargestellt.

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